Einen Keks kurbeln

Einen Keks kurbeln

Überall sieht man sie bereits: Lebkuchen, Spekulatius und Zimtsterne. Und wie jedes Jahr erinnert es mich daran, dass ich bald wieder mit meiner eigenen kleinen Weihnachtsbäckerei starten kann. Die Entscheidung zwischen Makronen, Vanillekipferl, Pfauenaugen und anderen Plätzchen fällt mir dabei nicht leicht. Wovon ich jedoch nie genug bekomme, ist das Spritzgebäck. Alleine schon, um die Erinnerung an die Zeiten wiederzubeleben, in der ich zusammen mit meiner Oma Spritzgebäck gebacken habe, dürfen sie nicht fehlen.

Früher hatten wir eine ganz klare Aufgabenteilung: Während Oma die einzelnen Teigklumpen durch ihren Fleischwolf kurbelte, stand ich auf der anderen Seite und habe die Schlangen entgegengenommen und auf den Backblechen verteilt. Sobald der Wecker dann endlich klingelte und die Bleche wieder aus dem Ofen kamen, ging es zum finalen und wichtigsten Arbeitsschritt weiter. Die Kuvertüre wurde geschmolzen und nun konnten die Plätzchen nacheinander mit Schokolade und teilweise auch Zuckerstreuseln verziert werden.

Mittlerweile habe ich meinen eigenen Fleischwolf, welcher nach der Burger-Saison nicht im Keller verschwindet, sondern in der Vorweihnachtszeit seine zweite Hochsaison hat. Da er elektrisch läuft, muss ich nicht einmal mehr Sorge haben, dass der Teig zu fest wird und ich mir einen Wolf kurbel. Eben noch den Vorsatz für das Spritzgebäck vorne aufgesetzt und schon kann es losgehen. Hier nun das Rezept zu „Omas Spritzgebäck“. Je nach Gusto könnt ihr dem Teig auch etwas Kakao hinzufügen:

Zutaten für ca. 4 Bleche:

250 g Butter
250 g Zucker
2 Eier
500 g Mehl
1 Pck. Vanillezucker
125 g gemahlene Mandeln
¼ Pck. Backpulver
Kuvertüre

Zubereitung:

Da der Teig für das Spritzgebäck ein Knetteig ist, welchen ihr am besten von Hand zubereitet, solltet ihr euch zuerst eine geeignete Unterlage suchen. Am besten ein großes Holzbrett oder eine Silikonmatte. Auf eure Unterlage verteilt ihr das Mehl, gebt das Backpulver, den Zucker und den Vanillezucker hinzu und mischt alles grob miteinander.

Nun die Mandeln mit heißem Wasser übergießen, um die Schale abzulösen. Anschließend mit unterheben. Für die Eier eine Mulde bilden und alles zusammen vermengen. Die Butter schneidet ihr in Würfel, gebt sie zum Gemisch und knetet den Teig gut durch. Wenn ihr das Gefühl habt, er ist zu klebrig, dann gebt noch etwas Mehl nach. Wenn ihr mit dem Teig zufrieden seid, stellt ihn für etwas eine Stunde kalt.

Sobald die Zeit um ist, könnt ihr ihn in fleischwolfgerechte Würfel schneiden und mit dem Kreativteil anfangen. Wählt zwischen den unterschiedlichen Formen und legt sie in Kringel, als Schlangen oder einfach so auf die Bleche. Anschließend geht´s bei 160° und Umluft für etwa zehn Minuten in den Ofen.

Zu guter Letzt schmelzt ihr die Kuvertüre und tunkt, bepinselt oder besprüht die Plätzchen. Nun muss die Schokolade nur noch trocknen und schon könnt ihr zum Plätzchenessen einladen.

Wer keinen Fleischwolf zur Hand hat, kann übrigens auch auf einen Spritzbeutel zurückgreifen. Doch Vorsicht, ihr müsst den Teig hierfür etwas abändern, sonst ist Muskelkater vorprogrammiert!